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Gemeindeversammlung 26. November 2024

24. November 2024

Zuger Zeitung E-Paper vom 23.11.2024

Besser vor Hochwasser schützen

Der Hochwasserschutz in Risch-Rotkreuz soll gesamthaft 25 Millionen Franken kosten.

An der Gemeindeversammlung vom 26. November wird über eine erste Massnahme abgestimmt.

Cornelia Bisch

Als erste Hochwasserschutzmassnahme soll ein grösserer Durchlass für den Steintobelbach unter der Küntwilerstrasse in Rotkreuz gebaut werden. Dafür beantragt die Gemeinde an der Versammlung vom Dienstag, 26. November, einen Kredit von 1,6 Millionen Franken.

Die Ortsparteien der Grünen, der Mitte und der SVP unterstützen diesen Antrag. An der Parteiversammlung der Grünen seien diesbezüglich rege Diskussionen und Unmut auf­gekommen, schreibt Marcel Straumann der Grünen Risch-Rotkreuz. «Das Hochwasser­risiko sollte in der Gemeinde Risch seit Jahren reduziert werden. In der Botschaft ist zu lesen, das Hochwasserschutzprojekt sei in Bearbeitung, doch die Bevölkerung ist langsam ungeduldig und wartet sehnlich auf baldige Umsetzung.» Die Partei der Grünen hoffe, dass die vorge­zogene Massnahme mit dem neuen Bachdurchlass zügig gebaut werden könne, damit das Hochwasserrisiko für Rotkreuz etwas geringer werde.

«Es ist uns wichtig, dass wir im Rahmen des Möglichen alles unternehmen, um keine weiteren grösseren Überschwemmungen in unserem Dorf zu haben», schreibt auch Andreas Battiston, Präsident der Mitte Risch-Rotkreuz. Die Durchlasserweiterung für den Steintobelbach sei eine erste Massnahme dagegen. «Es müssen zwingend noch weitere Schritte unternommen werden, um dieses Problem einzudämmen», ist die Mitte überzeugt.

Fast doppelte Kosten

für den Werk- und Ökihof

Für den Bau des neuen Öki- und Werkhofs am Erlenring wird

an der Versammlung ein Zusatz­kredit von 835’000 Franken beantragt, nachdem der Planungs­kredit von 1,5 Millionen nicht ausgereicht hatte. «Das Planerauswahlverfahren konnte in

der Zwischenzeit erfolgreich

ab­geschlossen und das Projekt Erlenhof auserkoren werden», schreibt die Gemeinde in ihrer Botschaft.

Der Planungskredit aus dem Jahr 2022 sei von Investitionen im Umfang von rund 24 Millionen Franken für den Neubau des Werk- und Ökihofs ausgegangen. Nachdem das konkrete Projekt vorliege, könnten genauere Angaben zu den Gesamtaus­gaben gemacht werden, die neu knapp 46 Millionen betragen. «Darin enthalten sind die Realisierung einer vermietbaren Mantelnutzung – Büro- und Gewerbeflächen – inklusive Tiefgarage sowie der Transfer des Grundstücks vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen», so die Gemeinde. Über den Baukredit des neuen Werk- und Ökihofs wird voraussichtlich im Mai 2025 an der Urne abgestimmt.

«Wir erachten den Zusatzkredit für die Planung des Werk- und Ökihofs als sinnvoll», schreibt dazu Andreas Battiston. «Es ist uns sehr wichtig, dass Bauland effizient verwendet wird. Dieses ist im Kanton wie auch grösstenteils der Schweiz ein sehr rares Gut, auf das wir achten müssen.»

Die zusätzliche Mantelnutzung sowie die Garage für den Werkhof und Gewerbetreibende erachte die Mitte als sehr sinnvoll. «Wir hoffen, dass das Preisschild dann effektiv ein bisschen tiefer ausfallen wird, als die zweite Schätzung von fast 40 Millionen Franken», merkt Battiston an. Man dürfe aber nicht an der Bauqualität und arbeitstechnischen Effizienz sparen. Auch die Ortspartei der Grünen unterstützen den Antrag.

Hohe Ausgaben

in den kommenden Jahren

Risch plant im Jahr 2025 Nettoinvestitionen von rund 50 Millionen Franken. Das Budget sieht einen Einnahmenüberschuss von 0,7 Millionen Franken bei gleichbleibendem Steuerfuss von 55 Prozent vor.

Im innerkantonalen Finanzausgleich (ZFA) wird Risch wieder zu einer Nehmergemeinde werden. Der Ausgleich aus dem innerkantonalen Finanzausgleich beträgt 7,8 Millionen Franken. Weiter fällt im Jahr 2025 der Beitrag der Zuger Gemeinden an den nationalen Finanzausgleich (NFA) dauerhaft weg.