Die Wohnraumkrise im Kanton Zug spitzt sich immer weiter zu. Steigende Mietpreise aufgrund der Wohnraumknappheit verdrängen Einheimische aus ihren Gemeinden und zwingen langjährige Bewohnerinnen und Bewohner dazu, ihre Heimat zu verlassen.
In dieser schwierigen Situation setzt die Motion zum Vormietrecht ein wichtiges Zeichen. Eingereicht von der Jungen Mitte Kanton Zug, fordert die Motion, dass Personen, die z.B. seit über zehn Jahren in der jeweiligen Gemeinde oder seit über 20 Jahren im Kanton Zug wohnen, das Vormietrecht haben sollen bei der Vergabe von Gemeindewohnungen oder bei Wohnungen, die wirtschaftlich der Gemeinde zuzuordnen sind. So soll sichergestellt werden, dass langjährige Einwohner nicht durch den rasanten Anstieg der Mieten verdrängt werden.
Ich bin sehr erfreut, dass die Gemeinderäte von Risch und Cham die Motion als erheblich erklärt und somit ein erster Schritt für den Erhalt unserer einheimischen Bevölkerung getätigt haben. Ebenfalls schaue ich positiv in die Zukunft und bin überzeugt, dass auch die Gemeinden Hünenberg und Baar die kritische Situation erkennen und die Motion unterstützen werden.
Nichtsdestotrotz, um diese wichtige Motion erfolgreich umzusetzen, brauchen wir Ihre Unterstützung! Die bevorstehenden Gemeindeversammlungen in Risch, Hünenberg, Cham und Baar sind der entscheidende Moment, um die Weichen für die Zukunft unseres Wohnraums zu stellen.
Wir rufen daher alle Einwohnerinnen und Einwohner auf: Kommen Sie zur Gemeindeversammlung und unterstützen Sie die Motion zum Vormietrecht! Ihre Stimme zählt. Nur wenn wir gemeinsam auftreten, können wir erreichen, dass Familien und Vereine erhalten bleiben und das soziale Leben in unseren Gemeinden weiterhin blühen kann.
Gabriele Battiston, Präsident, Die Junge Mitte Kanton Zug
